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2015_alarmuebung_start_kleinFeuerwehren, Rettungsdienst, Betreuer und Bewohner trainieren Ernstfall


 

Ein Brand in einem Wohnheim für geistig behinderte Menschen stellt immer eine besondere Herausforderung für die Rettungskräfte dar. Deshalb wurde bei der Weggemeinschaft in Niederstadtfeld unter möglichst realen Bedingungen geübt.

 

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Niederstadtfeld. Acht Menschen mit geistiger Behinderung wohnen im Haupthaus des Wohnheims der Weggemeinschaft in Niederstadtfeld. Hier befinden sich die Küche und ein Teil der Gemeinschaftsräume der Einrichtung. In zwei weiteren Häusern im Ort sind weitere Bewohner sowie Werkstätten untergebracht.

„Jeder Mensch reagiert extrem auf die Stresssituation eines Brandes, vor allem im eigenen Wohnumfeld“, erklärt Guido Klein, Wehrführer der Feuerwehr Niederstadtfeld. „Dies wird durch das Handicap der Bewohner in diesem Fall noch verstärkt“, so Klein weiter. Deshalb führten die Feuerwehren Niederstadtfeld, Oberstadtfeld, Üdersdorf und Wallenborn ihre diesjährige Alarmübung unterstützt vom Deutschen Roten Kreuz an diesem besonderen Einsatzobjekt durch. Es ging darum den Ernstfall für alle Beteiligten möglichst real darzustellen.

Der Alarm erfolgte um 14:55 Uhr von der Feuerwehreinsatzzentrale Daun über Funksirenen und Meldeempfänger. Gleichzeitig wurde die Brandmeldeanlage im Wohnhaus in der Brunnenstraße ausgelöst. Die Bewohner mussten nun, unterstützt von den zwei anwesenden Betreuern, das Gebäude räumen. Als erstes am Einsatzort traf die Feuerwehr Neiderstadtfeld ein. „Unsere Aufgabe ist es zunächst die Lage zu erkunden, erste Rettungs- und Löschversuche zu unternehmen“, erklärt Kevin Horten, stellvertretender Wehrführer der Feuerwehr Niederstadtfeld. Laut Übungsvorgaben fanden die Einsatzkräfte eine Rauchentwicklung aus dem Heizraum vor und es wurden noch zwei Personen vermisst. Im Heizungsraum wareine Gasflasche gelagert. Zur Unterstützung, vor allem mit Atemschutzgeräteträgern, kamen die Feuerwehren aus Oberstadtfeld, Üdersdorf und Wallenborn zum Einsatz.

Gemeinsam bauten die insgesamt 41 Einsatzkräfte einen umfangreichen Löschangriff von Außen und Innen auf. Es kamen zehn Atemschutzgeräteträger zur Personenrettung und zum Löschen im Haus zum Einsatz. Zudem wurden weitere Rettungswege über das Anstellen von tragbaren Leitern geschaffen.
„Sowohl wir als Feuerwehr, als auch die Betreuer der Wohneinrichtung konnten durch die Übung wichtige Erkenntnisse erlangen“, sagt Stefan Schmitz abschließend und ist mit dem Ergebnis der Übung rundum zufrieden. Er war seitens der Feuerwehr Niederstadtfeld für die Planung und Durchführung der Übung zuständig.

 

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